Mit Orange ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen setzen


Der 25. November ist der globale Aktionstag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen und Mädchen. Diese Gewalt hat viele hässliche Gesichter. Von häuslicher Gewalt in den eigenen vier Wänden über körperliche Übergriffe bei Feiern und Veranstaltungen und verbaler Gewalt im beruflichen Umfeld bis hin zum Cybermobbing in der digitalen Welt.  

Die Coronapandemie und ihre Folgen haben die schwierige Situation vieler Frauen und Mädchen deutlich verschärft. Und zwar nicht nur am anderen Ende der Welt, sondern auch hier vor Ort. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, müssen Menschen aufstehen, nicht mehr wegsehen und damit beginnen laut „Nein“ zu sagen.

Der Zonta Club Diepholz-Vechta beteiligt sich in diesem Jahr zum zweiten Mal im Rahmen des Projektes „Zonta says NO“ an der von den Vereinten Nationen initiierten Aktion „Orange the World“, bei der Sehenswürdigkeiten, Denkmäler, Gebäude und Institutionen rund um den Erdball am Aktionstag und während der anschließenden 16 days of activism bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember orange beleuchtet werden.   

Bereits im vergangenen Jahr beteiligten sich zahlreiche Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen, sorgten an vielen Orten in der Region für ein oranges Lichtermeer und setzten damit ein unübersehbares Zeichen gegen Gewalt. Die ursprünglich vom Zonta Club geplanten Aktionen an zentralen Punkten in Vechta und Diepholz können wegen der aktuellen Corona-Beschränkungen in diesem Jahr leider nicht durchgeführt werden. Aber Zeichen werden trotzdem gesetzt. 

Durch die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer, die sofort wieder an Bord waren und zahlreiche neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die in den letzten Wochen ganz frisch dazugekommen sind.  Ein besonderer Dank geht an die Fa. Claus Almes in Vechta, die - wie bereits im vergangenen Jahr - auch 2020 wieder orangefarbene Folien für die Beleuchtung zur Verfügung stellt.

„Wir sind aber überzeugt davon, dass wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Landkreisen noch mehr schaffen können“, so der Zonta Club Diepholz-Vechta. Ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen setzen kann nämlich jede und jeder auch daheim bei sich. Es braucht nur eine Kerze oder Lampe und ein wenig orangefarbenes Papier, um ein Fenster im Haus oder der Wohnung zu beleuchten. Und genau dazu ruft der Club hiermit auf und freut sich, wenn möglichst viele Unterstützerinnen und Unterstützer ihre Bilder von orange beleuchteten Fenstern und Häusern auf der Facebookseite des Zonta Clubs Diepholz-Vechta teilen.

 

 

 

 

 

 

ZONTA ist eine internationale Service-Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Lebenssituation von Frauen und Mädchen weltweit zu verbessern. ZONTA International wurde am 8.November 1919 in Chicago von engagierten berufstätigen Frauen gegründet. Der ZONTA Club Diepholz-Vechta ist eines der jüngsten Mitglieder dieser international aktiven Organisation, in der sich rund 3000 Frauen in 67 Ländern tatkräftig ehrenamtlich engagieren.

Quellen: Diepholzer Wochenblatt, Diepholzer Kreiszeitung 

Frauenschutzeinrichtungen und Fachberatungsstellen unter Druck


In Zeiten von Kontaktsperre und Infektionsschutzauflagen sind die Mitarbeiterinnen in den Frauenschutzeinrichtungen, wie auch die Fachberatungsstellen sehr gefordert und wurden von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey als systemrelevant eingestuft: „Die Frauenhäuser und Fachberatungsstellen sind die wichtigsten Einrichtungen, um Frauen zu helfen, die häusliche Gewalt erfahren. In der Corona-Krise muss diese Arbeit gesichert werden.“ 

Im Moment ist es wichtig, dass alle Menschen zuhause bleiben, die zuhause bleiben können, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verringern. Dort kann es aber auch schnell zu anderen Problemen und Konflikten kommen. Existentielle Not und enge häusliche Verhältnisse fördern die Aggressivität.  Die Delikte häuslicher Gewalt nehmen zu.

 

Anlass für den ZONTA Club Diepholz-Vechta, mit der Leiterin des Diepholzer Frauen- und Kinderschutzhauses, Doris Wieferich, in Kontakt zu treten, um sich über die aktuelle Situation zu erkundigen und Hilfe anzubieten. Viele Häuser sind schon am Rande ihrer Kapazitäten, erschwerend kommen die Infektionsschutzauflagen hinzu, Masken wie Desinfektionsmittel sind nur noch zu überhöhten Preisen zu erhalten, Beratung kann nicht mehr persönlich, sondern nur noch telefonisch sichergestellt werden. Diese Probleme betrifft auch das Diepholzer Frauen- und Kinderschutzhaus. So freute sich Doris Wieferich über die Spende des Zonta Clubs Diepholz-Vechta, mit der ein Teil der Kosten für die jetzt erforderlichen Schutzmaßnahmen gedeckt werden kann. Inge Human, Präsidentin des ZONTA Clubs Diepholz-Vechta zeigte sich erfreut über die hohe Professionalität der Mitarbeiterinnen, sich auf die besondere Situation einzustellen, Handlungsleitlinien zu erstellen, um ihre wichtige Arbeit weiter sicher ausführen zu können.

 

Aktuell ist in der Diepholzer Schutzeinrichtung keine Aufnahme mehr möglich und es mussten schon Aufnahmen versagt werden. Diese Situation wird sich noch verschärfen. Die fortwährenden Beschränkungen der Sozialkontakte und der Mobilität sowie der Zunahme von finanziellen Sorgen, wird Stress und Spannungen im Zusammenleben, vor allem in Familien, weiter verstärken. Jede dritte Frau in Deutschland wird laut Statistik auch ohne Corona-Krise mindestens einmal im Leben Opfer von physischer oder sexualisierter Gewalt. Die eigenen vier Wände sind für die Frauen einer der gefährlichsten Orte im Leben, das zeigen die Studien zu Partnerschaftsgewalt des BundeskriminalamtesFür Frauen ist es angesichts strikter Ausgangsbeschränkungen im Moment sehr schwierig, sich Hilfe zu holen. Zudem sind die Wege zu möglichen Hilfsangeboten in diesen Zeiten stark erschwert. Daher der Appell von Human: „Bitte seid achtsam im eigenen Umfeld  - auch über die Ferne! In diesen Zeiten ist Zivilcourage mehr denn je gefragt! Bitte bietet Betroffenen Hilfe an, gebt die Telefonnummern von unseren Fachstellen, aber auch des bundesweiten Hilfetelefons weiter.“ 

Hinweisen möchte Human in diesem Zusammenhang auch auf die Inititative der Union deutscher Zonta Clubs zu der Aktion „Maske 19“.

Frankreich und Spanien haben es vorgemacht. Apotheker in diesen Ländern sind angehalten, die Polizei zu rufen, wenn eine Kundin das Codewort „Maske 19“ sagt. In Zeiten von Covid 19 für viele Frauen eine lebensrettende Maßnahme. Denn in der Krise haben die Fälle von häuslicher Gewalt zugenommen. Jetzt fordert die Union deutscher Zonta Clubs die Politik auf, die Aktion Maske 19 auch in Deutschland flächendeckend zu etablieren. In der Corona-Krise sind Frauen und Mädchen besonders von häuslicher Gewalt bedroht.

Bleib zu Hause! Das ist das Mantra in der gegenwärtigen Corona-Krise. Was der Verlangsamung der Ausbreitung des Virus und dem Schutz der Gesundheit dient, hat eine verstörende Schattenseite. Schon jetzt hat der „Shut down“ weltweit zu einem Anstieg der häuslichen Gewalt geführt. Betroffen sind vor allem Frauen und Mädchen. Deutschland setzt auf das Hilfetelefon und die Bereitstellung leerstehender Hotelzimmer für Betroffene. Doch angesichts der Ausgangsbeschränkungen fehlt Hilfesuchenden oft der nötige Abstand zum

gewalttätigen Partner, um sich überhaupt per Anruf bemerkbar zu machen.

Der Club Diepholz-Vechta unterstützt den Aufruf der Union deutscher Zonta Clubs anBundesfamilienministerin Franziska Giffey und die zuständigen Länderkolleginnen und -kollegen, die Aktion Maske 19 zusammen mit den Apothekerverbänden auch in Deutschland

flächendeckend zu etablieren.

 

ZONTA ist eine weltweite Organisation von Frauen, welche sich für die Gleichberechtigung und ein Leben ohne Gewalt für alle Frauen und Mädchen einsetzt. Mit vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen greift er wichtige frauenpolitische Fragestellungen auf und unterstützt wichtige Frauenprojekte. 

www.zonta-dh-vec.de

 

Hilfe und Informationen unter:

www.frauenhaus-diephwolz.de

www.auchgehoert.de

www.hilfetelefon.de

www.bafza.de/rat-und-hilfe/hilfetelefon-schwangere-in-not/

www.nummergegenkummer.de/

 


Frauen rocken das Land – Frauen in Systemrelevanten Berufen

 

Die Corona-Pandemie verlangt unserer Gesellschaft viele Opfer ab. Inge Human, Präsidentin des ZONTA Clubs Diepholz-Vechta, weist darauf hin, dass es in dieser Zeit die Frauen sind, die ganz besonders gefordert sind. Die aktuell als systemrelevant eingestuften Berufe, wie u.a. Verkäuferin, Kassiererin, Altenpflegerin, Krankenschwester, werden überwiegend von Frauen ausgeübt, d.h. es sind sogenannte Frauenberufe, unterbezahlt, schwierige Arbeitszeiten, personell unterbesetzt, kaum bis keine Aufstiegschancen und bislang gesellschaftlich nicht sichtbar und schon gar nicht wertgeschätzt. Aber diese bislang so sträflich behandelten Berufsgruppen sorgen in diesen schwierigen Zeiten dafür, dass unser aller Leben funktioniert. 

 

„Es ist gut, dass die Frauen in diesen Berufsgruppen jetzt so viel Anerkennung und Zuspruch erhalten“, merkt Human an, „doch jetzt ist die schon über viele Jahre angemahnte Veränderung in den Entlohnungs- und Aufstiegsstrukturen in unserem vergeschlechtlichtenArbeitsmarkt mehr als überfällig. Einmalzahlungen, so wie jetzt möglich, sind nett, aber nicht die Lösung des Problems“.

 

Doch auch die Frauen in den nicht systemrelevanten Berufen und der Option auf HomeOffice haben eine außergewöhnliche Last zu tragen, da z. Zt. keine außerhäusige Kinderbetreuung und keine Schule stattfindet. Vielmehr muss jetzt Job, Haushalt, Kinder und Schulunterricht in den eigenen vier Wänden organisiert werden. Eine absolute Überforderungssituation, da Frauen schon in normalen Zeiten eineinhalb mal mehr unbezahlte Sorgearbeit leisten als Männer und es zu befürchten ist, dass sich in diesen Krisenzeiten tradierte Rollenzuschreibungen wieder verstärken.

 

ZONTA fordert, den Einsatz der Frauen auch nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten zu honorieren. Es wird endlich Zeit, dass die Arbeit der Frauen in gleicher Weise bezahlt wird wie die der Männer und die Leistungen der Pflegeberufe auch finanziell eine höhere Anerkennung finden.

 

ZONTA ist eine weltweite Organisation von Frauen, welche sich für die Gleichberechtigung und ein Leben ohne Gewalt für alle Frauen und Mädchen einsetzt. Mit vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen greift er wichtige frauenpolitische Fragestellungen auf und unterstützt wichtige Frauenprojekte. 

www.zonta-dh-vec.de

 


ZONTA Club Diepholz-Vechta – Auf den Spuren des Osterhasen

 

Der ZONTA Club Diepholz-Vechta hat am vergangenen Samstag im Rahmen einer kurzfristig organsierten Initiative mehr als einhundert kleinen Osterpäckchen an Seniorinnen in Diepholz und Vechta verteilt. Die liebevoll zusammengestellten und befüllten Päckchen und Tüten wurden im Haus St. Hedwig in Vechta sowie im Landkreis Diepholz in den Senioreneinrichtungen Anna Margareta, St.-Josef und Haus Donstorf zur weiteren Verteilung dem Pflegepersonal übergeben.

Im Haus Donstorf erreichten die Bewohnerinnen und Bewohner im Garten und durch die geöffneten Zimmerfenster außerdem die österlichen Klänge eines kleinen Open-Air-Konzertes der Pianistin Monika Zielke, die mit ihrer Musik für viel Freude und Begeisterung sorgte. Doch nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen durften sich freuen. Auch die engagierten Pflegekräfte, die in dieser besonderen Zeit neben ihrer üblichen Arbeit wegen der Kontaktverbote auch die einzigen Kontaktpersonen der Bewohnerinnen und Bewohner zur Welt außerhalb der Einrichtungen sind, wurden nicht vergessen und mit kleinen Leckereien versorgt.

Der ZONTA Club Diepholz-Vechta, der einer weltweiten Organisation angehört, die sich für Frauen und Mädchen engagiert, möchte mit dieser Aktion den Pflegekräften ein kleines Signal der Unterstützung geben und einen bunten Funken Oster-Freude bei den Menschen entzünden, die nicht nur zur besonders gefährdeten Risikogruppe zählen, sondern häufig auch noch stärker unter der Isolation leiden, als weite Teile der übrigen Bevölkerung war das Ziel dieser Aktion des ZONTA Clubs Diepholz-Vechta. Der ZONTA Club Diepholz-Vechta hofft, dass dieses Ziel erreicht wurde und bedankt sich bei allen Beteiligten für das Engagement!  

 
 
ZONTA ist eine internationale Service-Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Lebenssituation von Frauen und Mädchen weltweit zu verbessern. ZONTA International wurde am 8.November 1919 in Chicago von engagierten berufstätigen Frauen gegründet. Der ZONTA Club Diepholz-Vechta ist eines der jüngsten Mitglieder dieser international aktiven Organisation, in der sich rund 3000 Frauen in 67 Ländern tatkräftig ehrenamtlich engagieren.

Bildquelle: Diepholzer Kreiszeitung vom 13.04.2018